Chronik


Im Jahr 1141 wurde Ludmannsdorf/Bilčovs erstmals urkundlich erwähnt. Das bis heute stark durch die landwirtschaftlichen Kleinbetriebe geprägte Gebiet wies einen hohen Anteil an kleinen Keuschen auf und wurde seit dem Hochmittelalter bis 1848 von den Herrschaften Hollenburg und Viktring dominiert.

Kaiser Joseph II. erhob den Ort 1787 zur Pfarre. Die Kirche des Heiligen Jakob`s, Wahrzeichen der Gemeinde, stammt zum Teil aus dem 13. Jahrhundert und enthält sowohl romanische und gotische Stilelemente. Die Innenausstattung der Kirche wurde im 18. Jahrhundert barockisiert.

Während der Franzosenkriege war Ludmannsdorf von 1809 bis 1813 zwischen der französischen Illyrischen Provinz und dem Kaisertum Österreich geteilt. Die Grenze zwischen den beiden Ländern verlief ungefähr entlang der Linie Rupertiberg-Selkach. 1813 wurden die Franzosen bei Rosegg besiegt und aus Kärnten vertrieben. 1882 Die erste staatliche Schule wird eröffnet, die auch für die Nachbargemeinde Oberdörfl zuständig ist.

1850 konstituierten sich die Gemeinden Ludmannsdorf und Oberdörfl. Letztere wurde 1957/58 als Ortsgemeinde aufgelöst und nach Ludmannsdorf eingemeindet.

In der Gemeinde mit traditionell hohem Anteil an Kärntner Slowenen stimmten bei der Volksabstimmung 1920 in Kärnten rund vier Fünftel (Ludmannsdorf) bzw. zwei Drittel (Oberdörfl) für den Anschluss an Jugoslawien.

Zur Verleihung des Gemeindewappens

Wappen, aus Jahrhunderten geboren,
haben eine Bedeutung,
die Weitsendung trägt.
Ihre Mystik geht niemals verloren,
denn sie sind von Idealen
und Werten geprägt.
Auch Ludmannsdorf besinnt
sich historischer Spuren,
man schafft ein Wappen,
worin spürbar sind
des Ursprungs Konturen.

An dem Symbol der Verflechtung
zwei blaue Seen sich reihen.
Die Größe des „Miteinander“
und Holzhandwerk mit Kunst
sind, es die am gemeinsamen
Boden gedeihen.
Das ist das Wappen,
welches fortan unsere Gemeinde
ziert.
Es soll neue Generationen
begrüßen, mahnen und erzählen
auf dem Weg,
der in die Zukunft
führt.

Köfer Theresia

Ludmannsdorf, 1. September 2002